Empfehlungen zur Zeckenimpfung 

In Europa gehört Österreich zu den Ländern, die am stärksten von FSME-übertragenden Zecken betroffen sind. Obwohl die Fallzahlen auf Grund der Durchimpfungsrate während der letzten 40 Jahren stetig sinken, kam es vor allem seit dem Jahr 2018 wieder zu einem Anstieg von FSME-Erkrankungen (Frühsommer-Meningoenzephalitis oder Zeckenenzephalitis). Es wird davon ausgegangen, dass sich die Verbreitungsgebiete, auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel, erweitert haben und die Zecken nun auch in immer höhere Seehöhen wandern. 

Dies ist kein geographisches Phänomen, denn in Österreich ist kein Bundesland frei von FSME. Gerade deshalb ist die FSME Impfung für alle in Österreich lebenden Personen zu empfehlen. 

Zecken halten sich vor allem in Wäldern, Gebüschen und höheren Gräsern und Laub auf. Ihre Krankheitserreger übertragen Zecken durch einen Stich, da sie sich von Mensch- und Tierblut ernähren. Die Krankheiten treten dabei überwiegend zwischen Frühling und Spätherbst auf und erreichen ihren Höhepunkt im warmen Hochsommer

Dabei können bei Stichen neben FSME auch Lyme-Borreliose und weitere seltene Erkrankungen übertragen werden. Derzeit gibt es keine Möglichkeit FSME zu behandeln. Es können nur die Symptome behandelt werden.

 

Wie kann man sich schützen?

Der einzig wirksame Schutz gegen FSME ist die Impfung. Die in Österreich verfügbaren FSME-Impfstoffe sind laut den Empfehlungen des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrates gleichwertig und bieten Schutz vor allen bekannten Subtypen des FSME-Virus. 

Der Impfstoff ist gut verträglich. Da es sich bei der FSME-Impfung um einen Totimpfstoff handelt, dieser also kein vermehrungsfähiges Material enthält, kann die Impfung auch keine FSME-Erkrankung auslösen. 

Um einen sicheren Impfschutz zu gewährleisten, sind drei Teilimpfungen notwendig, die sogenannte Grundimmunisierung. Danach sind Auffrischungsimpfungen empfohlen. 

Menschen ab dem 60. Lebensjahr sollen jedoch alle drei Jahre eine Auffrischung erhalten. 

Zudem gibt es verschiedene präventiven Ansätze, die das Risiko eines Zeckenbisses minimieren können. Dazu gehören vor allem das Tragen langer, gut abschließender Bekleidung und das Meiden von Unterholz. Zudem sollten nach einem Aufenthalt in Wäldern der Körper gründlich nach möglichen, unbemerkten Stichen abgesucht werden. Dabei sollte auch auf die Zeckenkontrolle bei Haustieren nicht vergessen werden. Gefundene Zecken sollten so schnell wie möglich mit einer geeigneten Pinzette entfernt werden.


Zusammengefasst:

Eine FSME Impfung ist für ältere Menschen, ab 60 Jahren, weiterhin empfohlen. Der Impfstoff bleibt derselbe, wie bei jüngeren Erwachsenen. Einzig das Impfintervall wird laut aktuellen Empfehlung, von fünf auf drei Jahre verkürzt. Der Impfstoff ist gut verträglich. 

Nicht geimpft werden soll bei akuten, fieberhaften Erkrankungen. Auch Allergien gegen Komponenten des Impfstoffes und gegen Hühnereiweiß stellen eine relative Gegenanzeige dar. Am besten fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob Sie geimpft werden können. 

Weiterführende, aktuelle Empfehlungen zur Impfung finden Sie im österreichischen Impfplan.

 

Quelle:

https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME).html


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Achtung Zecken 


Gesundheitstipps

  1. regelmäßige Auffrischung

    Der einzig wirksame Schutz gegen FSME ist die Impfung. Nach der Grundimmunisierung sollen Personen über 60 Jahren alle drei Jahre eine Auffrischung erhalten.  


  2. Schutz durch Bekleidung

    Schützen Sie sich beim Aufenthalt in Wäldern zusätzlich durch lange, gut abschließende Bekleidung und meiden Sie das Unterholz. 


  3. Körper-Kontrolle

    Suchen Sie Ihren Körper gründlich ab, da Zeckenstiche oft nicht bemerkt werden. Vergessen Sie auch nicht ihre Haustiere entsprechend zu kontrollieren.